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Startseite Gynäkologie Schwerpunkte Impfungen und Impfberatung
Impfungen und Impfberatung PDF Drucken

Impf-Aktionszeitraum für Ihre Gesundheitsvorsorge bis 31.12.2011:

pro 3 Teilimpfungen: 100,00 €


Humane Papillomviren (HPV)
Humane Papillomviren sind weit verbreitet. Schätzungsweise 70 % aller sexuell aktiven Menschen kommen im Laufe ihres Lebens mit HPV in Kontakt – in den meisten Fällen in der Jugend oder im frühen Erwachsenenalter. Bislang sind ca. 200 verschiedene HPV-Typen bekannt. Ca. 40 dieser Virustypen befallen hauptsächlich den Genitalbereich. Bei den meisten Frauen (ca. 90 %), die mit HPV in Kontakt kommen, heilt die Infektion mit den Viren. Bei einer nicht unerheblichen Zahl von Fällen können die Viren jedoch die Schleimhaut der Gebärmutterhals bzw. der äußeren Genitale dauerhaft infizieren und darauf folgende Läsionen verursachen, die sich zu Krebs weiterentwickeln können.

HPV-Impfung
Gardasil ist ein HPV 4-fach Impfstoff. Die Impfung mit Gardasil ist zum Schutz vor Erkrankungen bestimmt, die durch humane Papillomviren der Typen 6, 11, 16 und 18 hervorgerufen werden. Die HPV-Stämme 16 und 18 sind verantwortlich für ca. 75% der Fälle von Gebärmutterhalskrebs. HPV 6 und 11 sind in etwa 90% der Fälle für die Entstehung von Genitalwarzen verantwortlich. Knaben und Männer übertragen auch die gefährlicheren HPV Typen 16 und 18 (und andere) und können selbst erkranken (Anus, Penis). Bei Personen, die noch keinen Kontakt mit humanen Papillomviren hatten, ist die Wirksamkeit der Impfung sehr hoch (nahezu 100 %)  bezogen auf die in der Impfung enthaltenen HPV-Stämme (6, 11, 16 und 18). Auch für bereits sexuell aktive Personen bietet die HPV-Impfung einen hohen Schutz.
Besteht zum Zeitpunkt der Impfung eine Erkrankung durch HPV 6, 11, 16 oder 18 (=Impfstoff-Typen), so schützt die HPV-4fach-Impfung vor einer späteren weiteren Erkrankung durch die anderen 3 Typen, das heißt die Impfung ist auf jeden Fall sinnvoll. Gardasil kann die Erkrankungen, vor denen es schützt, nicht verursachen.

Die HPV-Impfung kann
o    Gebärmutterhalskrebs und Krebsvorstufen an Scheide und Schamlippen verhindern.  
o    Genitalwarzen bei Männern und Frauen verhindern.
o    zusätzlich einen großen Teil unklarer Krebsabstrichbefunde, die mit großer Verunsicherung und Sorge verbunden sind, verhindern!


Die HPV-Impfung kann nicht
o    bestehende Veränderungen heilen.
Bestehen zum Zeitpunkt der Impfung Veränderungen, so müssen diese wie bisher engmaschig beobachtet und gegebenenfalls operativ entfernt werden.

Wer soll sich impfen lassen?
Gardasil dient zur Prophylaxe von Genitalwarzen, Krebsvorstufen am weiblichen Genital (Gebärmutterhals, Scheide, Schamlippen) und Gebärmutterhalskrebs.

Gardasil ist zugelassen für Kinder und Jugendliche von 9 bis 15 Jahren und für erwachsene Frauen von 16 bis 45 Jahren.
Die HPV-Impfung wird vom Impfausschuss des Obersten Sanitätsrates des Bundesministeriums für Gesundheit empfohlen. Die Impfung soll allen Mädchen und Frauen bis zum 40. Lebensjahr verabreicht werden.
Eine bereits stattgefundene Infektion mit HPV hinterlässt keinen zuverlässigen Schutz vor einer erneuten Infektion.
Die Impfung kann auch Reinfektionen mit den 4 im Impfstoff enthaltenen HPV-Stämme verhindern.

Die HPV-Impfung wird darüber hinaus von der Österreichischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, von der ARGE STD der Gesellschaft für Dermatologie, von der Österreichischen Krebshilfe und vielen führenden Experten empfohlen.