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Wie kann ich einem Schlaganfall vorbeugen?
Es gibt beeinflussbare und unbeeinflussbare Ursachen für einen Schlaganfall. Zu den unbeeinflussbaren Ursachen zählen Veranlagung, männliches Geschlecht und zunehmendes Alter. Umso wichtiger ist es Augenmerk auf die behandelbaren Ursachen zu legen. Diese werden „Risikofaktoren“ genannt.
Die wichtigsten Risikofaktoren eines Schlaganfalls
Hoher Blutdruck (arterielle Hypertonie): Mit dem Blutdruck steigt die Schlaganfallgefahr! Mehr als die Hälfte aller Schlaganfälle werden durch Bluthochdruck verursacht. Durch hohen Blutdruck kommt es zur Schädigung der Gefäßwände und dadurch zur Beschleunigung von Arteriosklerose (Gefäßverkalkung), welche wiederum zum Gefäßverschluss, bei extrem hohem Blutdruck zum Platzen des vorgeschädigten Blutgefäßes führen kann. Man spricht von Bluthochdruck bei wiederholt gemessenen Werten von über 140/90mmHg. Um einem Schlaganfall jedoch wirksam vorzubeugen, soll der Blutdruck maximal 135/85 mm Hg betragen. Die alte Regel, dass mit dem Alter der Blutdruck höhere Werte erreichen darf, ist nicht mehr gültig! Gewichtsabnahme, kochsalzarme Kost und Ausdauersport sind die ersten Maßnahmen, die bei erhöhtem Blutdruck getroffen werden. Reichen diese nicht aus, so ist eine medikamentöse blutdrucksenkende Therapie nötig.
Zuckerkrankheit (Diabetes): Diabetiker haben ein deutlich höheres Risiko einen Schlaganfall zu erleiden. Permanent erhöhte Blutzuckerwerte führen zu einer Fettstoffwechselstörung und dadurch zur Arteriosklerose. Umso wichtiger ist bei Diabetes ein gut eingestellter Blutzucker, wobei die Werte möglichst den Normwerten entsprechen sollen. Weiters wichtig sind bei Diabetikern ein Blutdruck unter 135/85mm Hg und niedrige Blutfettwerte.
Erhöhte Blutfette: Vor allem das „schlechte Cholesterin“, das LDL führt zu Arteriosklerose. Daher wirkt eine Senkung des LDL schlaganfallvorbeugend. Im Gegenzug dazu soll das „gute Cholesterin“, das HDL, einen bestimmten Wert nicht überschreiten. Dies alles erreicht man durch gesunde Ernährung und viel Bewegung. Manchmal ist eine medikamentöse Therapie nötig um die Zielwerte zu erreichen.
Übergewicht und Bewegungsmangel begünstigen Folgeeerkrankungen wie Bluthochdruck und Diabetes sowie erhöhte Blutfette. Daher sind bei Übergewicht Gewichtsreduktion durch Diät und Ausdauersport wichtige vorbeugende Maßnahmen. Regelmäßige Bewegung führt zur Zunahme des „ guten Cholesterins“,des HDL, und macht überdies auch gute Laune!
Rauchen: führt zum Sinken des „ guten Cholesterins“, des HDL, und zu einer Verengung der Blutgefäße. Raucher haben ein doppelt so hohes Schlaganfallrisiko wie Nichtraucher. Nach dem Aufhören sinkt das Risiko nach 6 Monaten um die Hälfte. Nach 6 Jahren Nikotinabstinenz ist es genauso niedrig als ob Sie nie geraucht hätten!
Übermäßiger Alkoholgenuss: erhöht das Risiko eines Schlaganfalles
Vorhofflimmern: ist eine Herzrhytmusstörung bei welcher das Herz in unregelmäßigem Rhytmus schlägt. Dies kann zu einer Blutgerinselbildung im Herzen führen. Teile davon können über die Schlagadern ins Gehirn befördert werden, dort ein Blutgefäß verstopfen und zu Schlaganfall führen. Vorhofflimmern wird mit blutverdünnenden Medikamenten behandelt.
Herzerkrankungen wie z.B. Angina pectoris, Herzinfarkt, Herzklappenerkrankungen und Verengungen der Halsschlagadern, aber auch bereits erlittene Schlaganfälle erhöhen das Schlaganfallrisiko. Hier ist eine optimale, abgestimmte medikamentöse Behandlung zusätzlich notwendig.
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